Bitte nachfragen, drängeln und nochmal drauf hinweisen …

Hallo Joachim,

ich schreibe dir, weil ich mich nach dem “Anlagerendite-Index für Privatvermietungen” erkundigen wollte, den ich dir bereits per Mail geschickt habe. Hattest du schon die Gelegenheit es dir anzuschauen? Die Studie gibt einen tiefen Einblick darüber, wo die Menschen am meisten Geld machen können, wenn sie ihr Eigentum vermieten. Ich denke, das Thema könnte sich gut für IT Finanzmagazin eignen.

Den Link zur Studie findest du hier: https://www.sharea[irgendwas].de/anlagerendite-index/[[mit Tracking-Link !!]

Lass mich wissen, wenn du Fragen zum Thema hast.

Viele Grüße
Press Relations Manager
*******@xyz-demo.agency“

Quelle: koldunovaaa/bigstock.de

Journalisten und Redakteure langweilen sich … nicht 🙂 Das sie nicht auf  PR-Mails reagieren, liegt in der Regel daran, dass sie enorm viele nicht relevante E-Mails bekommen (in meinem Fall rund 6.000 Mails/Monat – ohne SPAMs – und ich bin sicher eher unterversorgt). Da muss Unpassendes und Langweiliges unter den Tisch fallen. Das ist nicht böse gemeint. Nur leider notwendig.

Bei Redakteuren super beliebt (*zyn*): Aufdringliches Nachfassen bei Meldungen, die eh nicht zum Magazin passen. Noch besser: Nur zwei Stunden danach per Telefon! (Ja, das gibt es! Echt!)

Übrigens: Der Rekord lag bei zwei Nachfragen per E-Mail plus ein Telefonanruf … der Beitrag wäre aber auch dann nicht ins Magazin gekommen, wenn er gepasst hätte.

In diesem Fall (oben) kommt dazu: Nachfassen ohne die Zielgruppe des Magazins zu kennen! Auch toll: Ungefragtes Duzen und anbiedern. Doch dazu später – da gibt es einen ganz wunderbaren PR-Stunt …

Die [ENTF]-Taste lächelte mich bei diese E-Mail gnädig an und erlaubte mir in stoischer Ruhe zu verweilen …

Was tun, was nicht?

1. Nachfragen ist o.k. wenn eine Meldung speziell für ein Magazin geschrieben wurde und man den Verdacht hat, der Redakteur könnte die E-Mail nicht bekommen haben.
2. Nachfragen im Zweifel sein lassen.
3. Nur „Duzen“, wenn man tatsächlich per Du ist. Nicht anbiedern.
4. Keine Tracking-Links in Pressemitteilungen.

2 Kommentare

  1. Hi Joachim, in diesem Zusammenhang wenig thematisiert, sollte aber unbedingt genannt werden: Telefonische Nichterreichbarkeit nach PR-Mail-Versand. Du schreibst ganz richtig, dass es nicht erforderlich ist, eine PR-Meldung nachzutelefonieren, die Journalisten würden sich schon melden. Interessanterweise erlebe ich es in der Praxis sehr häufig, dass ich eine PR-Meldung erhalte, den im Abspann genannten Ansprechpartner dazu zurückrufen will – und ihn nicht erreiche. Es sollte unter PR-Leuten eisernes Gesetz sein, dass sie mindestens eine Stunde, eher einen halben Tag nach Versand einer PR-Mail telefonisch erreichbar sind. Nein, nicht in Mittag gehen, auch nicht auf ein Meeting. Ihr habt gerade 500 Journalisten dazu aufgefordert, sich bei euch zu melden, dann sitzt gefälligst auch bereit, wenn es einer tut!

    1. Oh ja – das erlebe ich auch immer wieder. Kaum ist die PR-Meldung raus, sind Ansprechpartner nicht mehr erreichbar 🙂
      Meine Vermutung ist: Die Agenturen stehen nicht wirklich hinter der Meldung und wollen lieber keine Rückfragen. In so einem Fall lasse ich die Meldung dann sicherheitshalber unter den Tisch fallen; damit bin ich schon ein paar mal wirklich gut gefahren.

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