Wundervoll üppige Superlative

Journalisten lieben endlos üppige Superlative. Ein besonders schönes Exemplar war folgende Einleitung einer Pressemitteilung:

Der Service sorgt durch flexible Anpassungen der Front- und Back-Office-Systeme bei ######## für ein modernstes Kundenerlebnis und höchste Effizienz. Somit kann dem bedürfnis der Banken nach schneller, effektiver Reaktion auf Marktanforderungen optimal entsprochen werden. Primäres Ziel ist es dabei, dem Karteninhaber eine Vielzahl an Mehrwertdiensten bieten zu können.“
Vor lauter Nervosität zuckte mein Finger und erwischte leider die [ENTF]-Taste … ????️ … upss.
Wenn man jetzt mal vom Spaß-Faktor absieht – solche Texte entstehen, wenn (meist) amerikanische Unternehmen PR-Agenturen in Europa zwingen, ihre Texte zu übernehmen. Die Folge sind wirklich fürchterliche Meldungen, die furchtbar schnell im Redakteurs-Papierkorb landen. Das zu lesen, tut sich wirklich niemand an. Schade um die Übersetzungsarbeit (sofern es nicht einfach nur der Google-Übersetzer ertragen musste … dazu später noch ein paar wunderschöne Beispiele 🙂 ).

Was tun, was nicht?

1. Positiv hervorheben – ja. Superlative – nein.
2. Glaubwürdig und authentisch sein.
3. Nicht übertreiben, überhöhen – sondern Fakten sprechen lassen.
4. Niemals PR-Meldungen aus dem angelsächsischen Raum 1:1-übersetzen!

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