Oh – ein Gesprächsangebot …

Eine höchst gekonnte Nachfrage (immer wieder beliebt):

Liebe Redaktion,

ich hoffe, es geht euch gut! Ich wollte einmal nachfragen, ob ihr schon eine Rückmeldung bezüglich des Gesprächsangebots mit ##########, Co-CEO und Co-Founder bei #####, für mich habt. Ich würde mich über eine kurze Rückmeldung freuen – gerne können wir euch auch weitere Infos zu #### und dem Thema digitale Buchhaltung für KMUs zur Verfügung stellen.

Meldet euch bei Rückfragen gerne bei uns.“

Oh, ein Gesprächsangebot. Wie außergewöhnlich *hust*

Also, dann:

a.) Nein, es läuft nicht gut: Wir haben, wie die ganze Branche, durch Corona fiese Umsatzeinbußen und schwierigere Arbeitsbedingungen.
b.) Nein, ich will nicht ungefragt geduzt werden. Das ist anbiedernd.
c.) Nein, das Produkt interessiert unsere Zielgruppe nicht. Welches Magazin welche Zielgruppe hat, weiß eine professionelle Agentur.
d.) Nein, Nachfragen bei einer Std.-PR-Aussendung macht keinen Sinn (… oder war das die Strafarbeit für den Praktikanten?).
e.) Nein, wenn ich Rückfragen hätte, würde ich mich melden. Wenn ich mich nicht melde, heißt das (Vorsicht Überraschung!!): Ich habe _keine_ Rückfragen.

… Ups … [ENTF]

Was tun, was nicht?

1.) Nicht ungefragt Duzen
2.) Keine Nachfragen, außer man hat wirklich was besonderes, das nur bei dieser Redaktion Sinn macht. Unbedingt die Zielgruppe genau beachten!
3.) Gesprächsangebote sein lassen. Ein Redakteur meldet sich schon, wenn er ein Interview führen möchte. Dann macht es auch Sinn. Der Rest ist „Streichelzoo-Journalismus“. Dazu später …

[Anmerkung am Rande: Irgendwann im Herbst 2019 muss ein findiger PR-Berater festgestellt haben, das es total toll, günstig und hervorragend mit dem Kunden abrechenbar ist, Redakteuren Interviews anzubieten. Seitdem hat die Anzahl der Interview-Angebote/Woche inflationär zugenommen.]

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